Ablauf


 

Der Reiter Profil erklärt den grundsätzlichen Aufbau des Berufsbildungsbereichs. In diesem Reiter soll nun auf den Ablauf eingegangen werden. Dieser kann mit Beginn des Grundkurses (erstes Jahr) variieren, das ist davon abhängig ob bereits ein konkreter Berufswunsch/ein Arbeitsfeld vorliegt.

 

 

Das Eingangsverfahren

 

Das Eingangsverfahren dauert drei Monate, es findet immer gleich statt. In dieser Zeit geht es vor allem darum, sich gegenseitig kennenzulernen, anzukommen und erste Erfahrungen im Arbeitsalltag zu sammeln.

Gemeinsam wird geschaut, ob Leben inklusiv e.V., im Rahmen der Werkstatt,  die passende Einrichtung ist und welche Unterstützung sinnvoll sein kann. Dabei stehen Orientierung, persönliche Entwicklung und das Ausprobieren verschiedener Tätigkeiten im Mittelpunkt.

Im Rahmen des Eingangsverfahrens wird außerdem der HAMET-Test (Handwerklich-motorischer Eignungstest) durchgeführt. Dieses standardisierte Verfahren hilft dabei, berufliche Fähigkeiten, Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten besser einzuschätzen.

 

Nach dem Eingangsverfahren schließt in der Regel automatisch der Berufsbildungsbereich (BBB) an, in dem die beruflichen Fähigkeiten weiter aufgebaut und vertieft werden.

 

Interner BBB

 

Der interne BBB ist für Teilnehmende, welche noch keinen konkreten Berufswunsch haben und sich noch durch verschiedene Arbeitsfelder testen möchten.

 

1. Grundkurs

Im Grundkurs, auch erstes Jahr des Berufsbildungsbereichs genannt, sammeln die Teilnehmenden vor allem praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. In der Regel werden etwa drei bis vier Wochen-Praktika  durchgeführt, die sich an den individuellen Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Zielen orientieren.


Wichtig ist dabei die gemeinsame Auswertung nach jedem Praktikum: Die Erfahrungen werden reflektiert, Stärken und Herausforderungen besprochen und persönliche Vorlieben herausgearbeitet. So können die Teilnehmenden Schritt für Schritt eigene berufliche Präferenzen entwickeln und realistische Perspektiven für ihren weiteren Weg aufbauen.


Im Berufsbildungsbereich selbst wird das praktische Arbeiten und theoretische Lernen vereint. Der BBB vereint dabei gewissermaßen Berufsschule und Lehrwerkstatt und vermittelt ein breites Spektrum an Fähigkeiten die in der Werkstatt notwendig sind. Hier werden sowohl die beruflichen Fertigkeiten als auch die persönliche Leistungsfähigkeit gefördert. Neben lebenspraktischen Kenntnissen werden auch Grundlagen im Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Arbeitsmaterialien vermittelt.

 

2.Aufbaukurs

Im Aufbaukurs sammeln die Teilnehmenden vertiefte praktische Erfahrungen durch ein bis drei Langzeit-Praktika. Ziel ist es, herauszufinden, ob bestimmte Tätigkeiten auch langfristig Freude bereiten und zu den eigenen Stärken passen.


Während der Praktika gibt es regelmäßige Reflexionsgespräche mit dem Team des Berufsbildungsbereichs, in denen Erfahrungen besprochen, Herausforderungen identifiziert und persönliche Interessen weiterentwickelt werden.


Am Ende des Berufsbildungsbereichs soll idealerweise ein konkreter Arbeitsplatz gefunden werden, an dem sich die Teilnehmenden langfristig vorstellen können zu arbeiten. So schafft der Aufbaukurs eine solide Grundlage für den Übergang in ein nachhaltiges Arbeitsverhältnis.

Dieser Weg wird von den meisten Teilnehmenden des Berufsbildungsbereichs durchlaufen.

                                      

Integrierter BBB

 

Der integrierte BBB richtet sich an Teilnehmende, bei denen bereits ein konkretes Arbeitsfeld gefunden wurde, das ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht. Sie absolvieren ihre Arbeitspraxis vier Tage pro Woche direkt in diesem Bereich und besuchen einen Tag pro Woche den Berufsbildungsbereich für die theoretische Wissensvermittlung.

Der integrierte BBB findet immer im Werkstattkontext statt, das heißt direkt an Leben inklusiv e.V. angegliedert. Beispiele hierfür können sein: Montage- oder Metallbereich, Mensa Frickenhausen, Radiesle, Café Regenbogen. 

 

Die Teilnehmenden werden weiterhin vom Team des Berufsbildungsbereichs begleitet: Es gibt regelmäßige Reflexionen, individuelle Unterstützung und fachliche Begleitung, um die beruflichen Fähigkeiten zu vertiefen und den Übergang in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis vorzubereiten.

                                      

Betriebsintegrierter BBB

 

Der betriebsintegrierte BBB läuft sehr ähnlich wie der integrierte BBB ab: Die Teilnehmenden haben bereits einen konkreten Berufswunsch, absolvieren ihre Arbeitspraxis vier Tage pro Woche und besuchen einen Tag pro Woche den Berufsbildungsbereich für theoretische Wissensvermittlung.


Auch hier werden sie durch das Team des Berufsbildungsbereichs begleitet und erhalten regelmäßige Reflexion, individuelle Unterstützung und fachliche Begleitung.

Der entscheidende Unterschied zum integrierten BBB besteht darin, dass die Praxis nicht im Werkstattkontext (also nicht direkt angegliedert an Leben inklusiv e.V.) stattfindet, sondern in Zusammenarbeit mit einem Betrieb oder einer Firma des allgemeinen Arbeitsmarktes

                                      

 

 

Jeder Weg im Berufsbildungsbereich ist individuell und wird auf die persönlichen Interessen, Stärken und Ziele der Teilnehmenden abgestimmt. Um den passenden Weg für jede Person zu finden, empfiehlt sich ein persönliches Gespräch mit unserem Team.