Im Grundkurs, auch erstes Jahr des Berufsbildungsbereichs genannt, sammeln die Teilnehmenden vor allem praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. In der Regel werden etwa drei bis vier Wochen-Praktika durchgeführt, die sich an den individuellen Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Zielen orientieren.
Wichtig ist dabei die gemeinsame Auswertung nach jedem Praktikum: Die Erfahrungen werden reflektiert, Stärken und Herausforderungen besprochen und persönliche Vorlieben herausgearbeitet. So können die Teilnehmenden Schritt für Schritt eigene berufliche Präferenzen entwickeln und realistische Perspektiven für ihren weiteren Weg aufbauen.
Im Berufsbildungsbereich selbst wird das praktische Arbeiten und theoretische Lernen vereint. Der BBB vereint dabei gewissermaßen Berufsschule und Lehrwerkstatt und vermittelt ein breites Spektrum an Fähigkeiten die in der Werkstatt notwendig sind. Hier werden sowohl die beruflichen Fertigkeiten als auch die persönliche Leistungsfähigkeit gefördert. Neben lebenspraktischen Kenntnissen werden auch Grundlagen im Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Arbeitsmaterialien vermittelt.
2.Aufbaukurs
Im Aufbaukurs sammeln die Teilnehmenden vertiefte praktische Erfahrungen durch ein bis drei Langzeit-Praktika. Ziel ist es, herauszufinden, ob bestimmte Tätigkeiten auch langfristig Freude bereiten und zu den eigenen Stärken passen.
Während der Praktika gibt es regelmäßige Reflexionsgespräche mit dem Team des Berufsbildungsbereichs, in denen Erfahrungen besprochen, Herausforderungen identifiziert und persönliche Interessen weiterentwickelt werden.
Am Ende des Berufsbildungsbereichs soll idealerweise ein konkreter Arbeitsplatz gefunden werden, an dem sich die Teilnehmenden langfristig vorstellen können zu arbeiten. So schafft der Aufbaukurs eine solide Grundlage für den Übergang in ein nachhaltiges Arbeitsverhältnis.
Dieser Weg wird von den meisten Teilnehmenden des Berufsbildungsbereichs durchlaufen.
Integrierter BBB
Der integrierte BBB richtet sich an Teilnehmende, bei denen bereits ein konkretes Arbeitsfeld gefunden wurde, das ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht. Sie absolvieren ihre Arbeitspraxis vier Tage pro Woche direkt in diesem Bereich und besuchen einen Tag pro Woche den Berufsbildungsbereich für die theoretische Wissensvermittlung.
Der integrierte BBB findet immer im Werkstattkontext statt, das heißt direkt an Leben inklusiv e.V. angegliedert. Beispiele hierfür können sein: Montage- oder Metallbereich, Mensa Frickenhausen, Radiesle, Café Regenbogen.
Die Teilnehmenden werden weiterhin vom Team des Berufsbildungsbereichs begleitet: Es gibt regelmäßige Reflexionen, individuelle Unterstützung und fachliche Begleitung, um die beruflichen Fähigkeiten zu vertiefen und den Übergang in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis vorzubereiten.
Betriebsintegrierter BBB
Der betriebsintegrierte BBB läuft sehr ähnlich wie der integrierte BBB ab: Die Teilnehmenden haben bereits einen konkreten Berufswunsch, absolvieren ihre Arbeitspraxis vier Tage pro Woche und besuchen einen Tag pro Woche den Berufsbildungsbereich für theoretische Wissensvermittlung.
Auch hier werden sie durch das Team des Berufsbildungsbereichs begleitet und erhalten regelmäßige Reflexion, individuelle Unterstützung und fachliche Begleitung.
Der entscheidende Unterschied zum integrierten BBB besteht darin, dass die Praxis nicht im Werkstattkontext (also nicht direkt angegliedert an Leben inklusiv e.V.) stattfindet, sondern in Zusammenarbeit mit einem Betrieb oder einer Firma des allgemeinen Arbeitsmarktes.

